DIE KAPELLE SAINT-GEORGES: ARCHITEKTUR

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Geschite des kapelle
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Historisches über  Lunas
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   Treu der vorromanischen Tradition ist die Kapelle genau östlich / westlich ausgerichtet. Ihr Bau setzt sich aus einem einzigen Schiff und einer vierseitigen Apsis zusammen. Sie ist 14 m lang und 5,2 m breit (an ihrer breitesten Stelle).

   Der Chor ist enger als das Schiff und öffnet sich auf dieses mit einem überzogenen Triumph-Rundbogen.

   Die seitlichen Mauern des Schiffes sind fast völlig verschwunden. Die hintere Mauer (westlich) kann über ca. einen Meter verfolgt werden. Wahrscheinlich erreichte man das Schiff über eine Tür auf der Südseite.

   Am Ende des Schiffes befindet sich eine monolithische Schwelle aus orange-ocker-farbigem Sandstein (1,17 x 0,57 m). Da sie keine Abnutzungsspuren aufzeigt, können wir nicht mit Sicherheit sagen, dass es sich um die ursprüngliche Schwelle handelt.

   Die nord-westliche Ecke erhebt sich über einer für Sarkophagen vorgesehenen Einbuchtung, deren östliche Extremität zum Teil als Stütze dient für die Basis des Triumphbogens.

   Wir finden viele Unregelmäßigkeiten im Parallelismus der Mauern. Die seitlichen Mauern verengen sich nach Osten.

   Zahlreiche vorromanische Kirchen haben diese Besonderheit. Unter dem südlichen Chorfenster, leicht verschoben, befindet sich eine kleine Nische, die sehr wahrscheinlich erst im 16. Jhdt hinzugefügt wurde, wenn man aus dem Baustil schließt (abgeschrägter Rahmen mit geschweiftem Fenstersturz).

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   Diese Nische ist eine wertvolle Hilfe für die Datierung, denn sie gibt an, dass die Kapelle im 16. Jhdt genutzt wurde.

   Der Chor wird auf der Süd- und der Ostseite von zwei Öffnungen mit einfacher innerer Abschrägung erhellt.

   Das eine Fenster mit seiner seltsam asymmetrischen Achse hat sehr gelitten und ermöglicht uns keine genauen Beobachtungen.

   Das Südfenster hingegen ist perfekt erhalten : es ist extrem eng, nur 12 cm breit an der Außenmauer und öffnet sich nach innen auf 40 cm Breite.

   Der Grundbau der Apsis besteht aus roh behauenen Bruchsteinen, aber die Öffnungen und Winkelverklammerungen sind mit viel Sorgfalt ausgeführt. So ist das Südfenster mit Unterteilungen ausgestattet und wird überwölbt von vier nebeneinandergesetzten Blöcken, die nach unten eine Rundwölbung formen, die sich der inneren Öffnung folgend erweitert.

   Diese Technik kann auch in der Krypta der Kathedrale St-Fulcran in Lodève beobachtet werden. Es wird angenommen, dass diese Krypta schon vor 975 entstand.

   In Anbetracht der Schwierigkeiten der Datierung einer vorromanischen Kirche, scheint er unerlässlich, diese beiden Elemente zu vergleichen :

   Nach Ansicht der Archäologen und Historiker ist es der Triumph-Rundbogen, der aus dieser bescheidenen Konstruktion ein wichtiges Bauwerk macht und der eine ungefähre Datierung ermöglicht :

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  • Süden : Schaft aus weiß gemasertem grauen Marmor (60 cm hoch und 25 cm Durchmesser), keine Besonderheiten.
  • Norden : Schaft aus weißem Marmor (54 cm hoch und 28 cm Durchmesser) und von einem Halsring gekrönt.

       Diese letztere Einzelheit allein ermöglicht schon, darin ein antikes und klassisches Element zu erkennen. Die zahlreichen Unterschiede zwischen diesen beiden Säulenfragmenten stützen die Hypothese der Wiederverwendung. Den verschiedenen Funden in den umgebenden Parzellen zufolge, scheint die Kapelle auf einem Standort erbaut zu sein, der schon zu römischer Zeit genutzt wurde.

       Außer den verschiedenen tegulae (Töpferware), die man im Boden oder in den Mauern findet, meldete der Gelehrte Doktor Brunel aus Bousquet d’Ord, im Bach Saint-Georges um die Kapelle herum Gräber aus römischen Bausteinen, zwei kleine Tongeschirre und eine sehr schöne "coloniale" (Münze) aus Nîmes.

      Der Gelehrte Doktor Marc, ein Bewohner von Lunas, nahm die Beobachtungen des Abtes Cabrol (Pfarrer von Lunas) auf und bemerkte u. a. : "Ein altes Kapitell aus weißem Marmor und Amphorenböden aus dem 3. Jhdt, die einem Steinmuseum aus Montpellier abgegeben worden seien."

       Die Anwesenheit von antiken Bauelementen und Mobiliar in nächster Nähe der vorromanischen Kirchen ist nicht überraschend. Sie kann wohl durch die Kontinuität des Kultes erklärt werden.

       So sieht der Doktor Brunel in den zwei antiken Marmorsäulen der Kapelle "die wahrscheinlichen Reste eines ehemaligen heidnischen Tempels".

       Nach dem Archäologen Juan AINAUD ist der überzogene Bogen unserer vorromanischen Kirchen ein Überrest der westgotischen Kunst.

       Die Kapelle Saint-Georges gehört zu den Kirchen mit geschlossenem Chor, oder mit anderen Worten, wo sich die Öffnung des triumphalen Bogens im Vergleich zur Länge des Schiffes verengt, und zwar durch zwei massive eingemauerte Steine, die ihm als Basis dienen.

       In den meisten Fällen waren diese Kirchen nicht gewölbt, sondern gezimmert, besonders über dem Schiff.

       Der verengte Chor erleichterte die Errichtung des Gewölbes, wie es der Fall der Kapelle Saint-Georges ist.

       Die allgemeine Ausbreitung des Gewölbes erfolgt zur romanischen Epoche.

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